Die Fasnacht gehört zu unserer Gemeinde wie das Miteinander im Dorf: Man trifft sich, lacht, feiert, vergisst für einen Moment den Alltag. Und genau das ist nicht nebensächlich. Freude ist kein Luxus, sondern eine Kraftquelle. Wer lachen kann, atmet auf. Wer miteinander feiert, spürt: Wir gehören zusammen.
Fasnacht ist auch ein Fest der Masken. Man schlüpft in Rollen, man spielt, man übertreibt und gerade darin steckt etwas Menschliches: Wir zeigen nicht immer alles von uns. Manchmal verstecken wir uns, manchmal schützen wir uns, manchmal trauen wir uns erst hinter einer Maske etwas zu, was sonst schwerfällt.
Und doch stellt sich eine stille Frage: Wer sind wir, wenn die Maske wieder ab ist? Der Glaube lädt uns nicht ein, die Maske zu perfektionieren, sondern echter zu werden: nicht perfekt, aber wahrhaftig, nicht nur „gut aussehen“, sondern gut sein – im Umgang, in Worten, in Barmherzigkeit.
Die Fasnacht ist ausserdem ein Übergang: Auf die bunte Zeit folgt die Fastenzeit. Das ist kein „Stimmungsbruch“, sondern ein Rhythmus, der gesund ist: Feiern dürfen und dann wieder sammeln, Lachen und dann innehalten, Gemeinschaft und dann Vertiefung. So wird aus der Fasnacht nicht nur Unterhaltung, sondern ein Schritt im Jahreskreis: vom bunten Aussen zurück zum Wesentlichen innen. Das wollen wir am Fasnachtssonntag, 15. Februar in den Gottesdiensten in Schaanwald und Mauren mit der Fasnachtspredigt und den Fürbitten zum Ausdruck bringen.
Darum wünschen wir für die Fasnacht in Mauren: Feiert mit Freude aber bleibt freundlich. Lacht herzlich aber verletzt niemanden. Seid ausgelassen aber achtet aufeinander. Dann wird Fasching wirklich ein Fest, das uns guttut: menschlich, warm und gemeinschaftlich.